Die Zirbe - pinus cembra - Vorkommen

Die Härteste

Die Zirbe ist ein Baum des Hochgebirges. Sie ist wie kein anderer an die rauen klimatischen Bedingungen angepasst und hält Fröste unter -40°C aus. Zusammen mit Lärchen und Latschen ist sie an der oberen Baumgrenze auf bis zu 2.500 m Seehöhe zu finden. Die höchstgelegene Zirbe der Schweiz wächst bei Saas Fee auf 2.585 m Seehöhe, einzelne niederliegende Exemplare in den italienischen Westalpen erreichen sogar eine Seehöhe von 2.850 m Seehöhe.

Herkunft der Zirbe

Während der Eiszeit und der damit verbundenen Vergletscherung der Alpen hatte die Zirbe Standorte im Wiener Becken und der Ungarischen Tiefebene besiedelt. Mit dem Abschmelzen des Eises wanderte die Zirbe zurück ins Gebirge und hatte während des Postglazials ihre größte Verbreitung.

Vorkommen heute

Schwerpunkt der Verbreitung sind die westlichen Zentralalpen (Wallis, Engadin, Ötztaler- und Zillertaler Alpen). Zirben kommen aber auch in den Zwischen- und Randalpen vor, allerdings fehlt hier meist ein geschlossener Zirbengürtel in der subalpinen Höhenstufe. Die Vorkommen rund um Murau stellen den östlichen Rand des mitteleuropäischen Verbreitungsareals dar.
Aufgrund von Almrodungen, Bergbau, Salinen und der Übernutzung für Schnitzereien wurde die Zirbe in den Alpen teilweise auf kleine schwer zugängliche Gebiete zurückgedrängt.

Entwicklungsphasen in ungenutzten Zirbenwäldern

Die Zirbe bildet zusammen mit der Lärche je nach Entwicklungsstadium unterschiedlich stabile Bestände in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebietes. In der Initialphase dominieren dicht geschlossene Stangenhölzer mit bis zu 1.600 Individuen je Hektar. Der Nebenbestand fällt im Lauf der Optimalphase aus und die vitale Oberschicht bildet einen sehr dichten Baumholzbestand. Die Terminalphase ist durch vorratsreiche 200 bis 250 Jahre alte Altholzbestände geprägt. Die Vitalität geht stark zurück und erste Bestandesteile brechen zusammen. In der Zerfallsphase löst sich der Bestand langsam auf und die Verjüngung setzt trupp- und gruppenweise ein. Während der plenterartigen Regenerationsphase verjüngt sich der Bestand weiter unter dem immer mehr auflockernden Altholzschirm. Mit dem Übergang in die Initialphase schließt sich der Kreis der Bestandesentwicklung.
Der Lärchenanteil nimmt während der Entwicklung immer mehr ab. Auf verjüngungsökologisch ungünstigen Kleinstandorten wie moosreiche Zwergstrauchdecken oder grasreichen Weidestandorten kann die Lärche nicht ansamen und es entstehen reine Zirbenbestände.