Die Zirbe

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Die Härteste:
Die Zirbe ist ein Baum des Hochgebirges. Sie ist wie kein anderer an die rauhen klimatischen Bedingungen angepasst, und hält Fröste unter minus 40° C aus. Zusammen mit Lärchen und Latschen ist sie an der oberern Baumgrenze auf bis zu 2500 m Seehöhe zu finden. Die höchstgelegene Zirbe der Schweiz wächst bei Saas Fee auf 2585 m Seehöhe!

 
Ein Metusalem:
Mit einer natürlichen Lebensdauer von 1200 Jahren wird die Zirbe nur noch von der Eibe und Eiche an Jahren übertroffen. Bedenkt man ihren unwirtlichen Lebensraum ist das ein ganz erstaunlicher Wert, denn nicht selten wird sie von Blitzen, Schnee und Frost bedroht.
 
Das besondere Holz:
Zirbenholz ist das leichteste Holz aller heimischen Nadelholzarten. Es hat einen ganz regelmäßigen Jahrringaufbau und lässt sich leicht bearbeiten. Auch die zahlreichen dunklen Äste bereiten bei der Verarbeitung keine Probleme. Sie sind fest verwachsen und bewirken die charakteristische lebhafte Maserung des Zirbenholzes.
Das für den Gebrauch des Holzes wichtige Schwindmaß ist bei der Zirbe das geringste aller Nadelbäume. Dadurch ist es für wechselfeuchte Bereiche besonders gut einsetzbar.
Aufgrund des im Zirbenholz enthaltenen Pinosylvin haben Pilze und Bakterien kaum eine Chance das Holz anzugreifen.
Für den Menschen besonders angenehm, bei Insekten aber nicht beliebt, ist der Duft des Zirbenholzes. Er bleibt jahrelang erhalten und hat eine positive Wirkung auf das Wohlbefinden der Hausbewohner.
 

Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten von Zirbenholz
Literaturstudie durchgeführt von der HOLZFORSCHUNG AUSTRIA Wien

Profil des Zirbenholzes

  • Als Kernholzbaumart farbliche Unterscheidbarkeit von Splintholz und Kernholz.
  • Der anatomische Aufbau der Holzsubstanz ist sehr gleichmäßig, die Jahrringgrenzen sind gut erkennbar, der Kontrast zwischen Frühholz und Spätholz ist gering.
  • Charakteristisch sind die zahlreichen, festverwachsenen, rotbraunen Äste, die sich glatt schneiden lassen und beim Hobeln nicht reißen.
  • Zirbenholz ist leicht einzuschneiden, zu trocknen und mechanisch gut bearbeitbar und neigt bei der Trocknung nicht zur Rissbildung
  • Zirbenholz gehört neben dem Lärchenholz zur dauerhaftesten heimischen Nadelholzart.
  • Aufgrund des hohen Gehaltes an Holzinhaltsstoffen weist das Zirbenholz einen angenehmen Geruch auf, der sich über lange Zeit hält.
  • Zirbenholz enthält bis zu 0,5% Pinosylvin. Für diese Substanz ist eine toxische Wirkung gegenüber Schadorganismen (Pilze, Bakterien) nachgewiesen.
  • Die Zirbe ist mit einer mittleren Darrdichte von rund 400 kg/qm die leichteste heimische Nadelholzart.
  • Zirbenholz weist das geringste Schwindverhalten aller einheimischer Nadelholzarten auf. Die Dimensions- und Formstabilität hat zur Folge, dass Zirbenholz kaum zu Rissbildung und Verdrehung neigt.

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