Talente der Zirbe

Wohlbefinden | antibakterielle Wirkung | keine Chance für Kleidermotten

 

Wisssenschaftliche Untersuchung zur Beurteilung der bioinhibitorischen Wirkung von Zirbenholz

Durch vergleichende Untersuchungen verschiedener Holzarten in ihrer Wirkung auf die Entwicklungsbiologie der Kleidermotte (Tineola bisselliella H.) welche als bedeutendster Textilschädling Mitteleukropas gilt, sollte der Nachweis für die besondere Eignung von Zirbenholzmöbel zur mottensicheren Aufbewahrung von Textilien erbracht werden.

Durch vergleichende Untersuchungen von Zirbenholz und ätherische Zirbenöle in ihrer Wirkung auf die Entwicklungsbiologie der Kleidermotte sollte untersucht werden ob mit Zirbenholz ein, der aus der Literatur bekannten Wirkung des ätherischen Zirbenöls vergleichbares Resultat erzielt werden kann

Fragestellung:

  • Ist die Wirkung erkenn- bzw. nachweisbar?
  • Auf welches Entwicklungsstadium erfolgt die Wirkung und wie lässt sie sich beschreiben?

Entwicklungszyklus der Kleidermotte über vier Stadien:
Ei, Larve, Puppe, Falter; Schlüpfzeit 11-14 Tage nach der Paarung
 
Methodik

Im Untersuchungsdesign fand die Standard Arbeitsanweisung für die biologische Prüfung von Dämmstoffen aus Wolle gegen Textilinsekten (SOP 002`092) der EMPA 1997 Berücksichtigung. Um möglichst gleichbeliebende, optimale Umweltbedingungen (Temperatur: 24+/- 1C°, Luftfeuchtigkeit: 65+/-5% rF) für die Tiere zu schaffen, wurden die Untersuchungen in Klimaschränken unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt.

Dazu wurde die bioinhibitorische Wirkung von Fichten-, Birken-, Zirben- und Spanholz sowie Kunststoff auf die Entwicklung der Larven der Kleidermotte (Tineola bisselliella) vergleichend untersucht. Nach der Standardarbeitsanweisung für die biologische Prüfung von Dämmstoffen aus Wolle wurden je 10 Kästchen der genannten Holzarten mit jeweils 35 Larven belegt.


Klimaschrank mit Versuchskistchen

Periodisch untersucht wurde die Körpergröße der Larven, die Individuenzahl, die Biomasse der Altlarven und der Fraßverlust.

 
Zirbenholz behindert die Entwicklung
der Kleidermotte

Der Nachweis für die besondere Eignung von Zirbenholzmöbel zur mottensicheren Aufbewahrung von Textilien konnte in der Untersuchung eindeutig erbracht werden.
Die stärkste biozide Wirkung weist das Zirbenholz auf.

In einer 15-wöchigen Beobachtungszeit wurde in Zirbenholzkästchen eine Verminderung der Larvenzahl der Kleidermotte um 48 % festgestellt, während sie bei den anderen getesteten Holzarten zwischen 8 und 36 % lag.

Die Fressaktivität der Mottenlarven ist in den Zirbenkisten im Vergleich zu den anderen Holzarten signifikant reduziert.

Eine zusätzliche Behandlung der Zirbenholzkästchen mit Zirbenöl führte zu einer weiteren Verminderung der Larvenzahl um insgesamt 65 %.

Für diese starke insektenabwehrende Wirkung sind Inhaltsstoffe, die in hoher Konzentration im Zirbenkieferöl enthalten sind, verantwortlich.

 
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